Würze für die Gesundheit.
Gewürze
LORBEER STEIGERT DIE KONZENTRATION. Und Rosmarin beruhigt die Nerven. Ein gut sortiertes Gewürzregal kann den Weg in die Apotheke ersetzen.

Noch bis ins 19. Jahrhundert waren Gewürze die einzige den Menschen zur Verfügung stehende Arznei – und sie haben bis heute ihre Wirkung nicht eingebüßt. Mit dem Aufkommen der industriellen Herstellung von Medikamenten verschwand das Wissen um die Heilkräfte allmählich. Heute tauchen immer mehr der in Vergessenheit geratenen Erkenntnisse wieder auf und verbreiten sich wie früher üblich in den Haushalten. Auch Mediziner nehmen die Wirkkraft von Kräutern und Gewürzen auf den Körper ernst. Als eine der ganz großen Wunderwaffen wird der schon in der Antike beliebte Ingwer gehandelt. Nicht nur seine Funktion als Bakterienkiller, sondern auch seine entgiftende Wirkungsweise, der Vitamin-C-Gehalt, die positiven Einflüsse auf Leber, Haut und Blut machen ihn zum Shootingstar unter den Neuzugängen in deutschen Küchen. „Gewürzpapst“ Alfons Schuhbeck jubelt gar: „Würden wir alle mehr Ingwer essen, wären wir viel gesünder.“ Wie praktisch, dass man ihn als geschmackliche Unterstützung in fast jeder Suppe, vielen Gerichten und sogar in einem normalen Glas Wasser gebrauchen kann. Spricht sich die Lehre von den gesunden Kochzutaten weiter herum, könnte sich das in vielerlei Hinsicht lohnen. Auf satte 70 Milliarden Euro schätzt die Bundesregierung die jährlichen Kosten durch ernährungsbedingte Krankheiten wie Bluthochdruck, Diabetes, Übergewicht, Fettstoffwechselstörungen und Osteoporose.

Gewürze

Curry, Kurkuma, Muskat:
Während die Gewürzmischung Curry den Cholesterinspiegel stabilisiert und einen mildernden Effekt auf Diabetes hat, zeigen Studien, dass Kurkuma die Blut­fettwerte senkt und Muskat entkrampfend auf Magen und Darm wirkt.

Safran:
Das teuerste Gewürz der Welt hat eine kostbare Wirkung auf die Gesundheit. Es stärkt gegen Stress und Störeinflüsse der Umwelt.

Liebstöckel:
Schmeckt wie Küchenkraut gewordenes Maggi aus der Flasche und geht mit seiner Heilkraft Verdauungsbeschwerden und Appetitlosigkeit an. Er hat außerdem eine harntreibende Wirkung und bringt eingeschlafene Stoffwechsel wieder in Fahrt.

Salbei:
Die Mutter der Heilpflanzen gilt als Allheilmittel gegen allerlei Zipperlein von A bis Z – von Atemlosigkeit bis zur Zahnfleischentzündung. Es wirkt krampflösend, entzündungs- und schweißhemmend, bakteriostatisch und pilztötend.


Schon gewusst?
In der griechischen Antike hatte man Bockshornklee als Waffe gegen Diabetes entdeckt und die aus Indien importierte Ingwerwurzel als Verdauungsstimulator. Die Römer wiederum lernten von den Griechen und verbreiteten ihrerseits die Lehre vom verdauungsfördernden und
krampflösen den Koriander und dem Magenmittel Kümmel.
_